Gemeinschaftsschul-Zulage oder die Abschaffung anderer Schularten durch die Hintertür?

Sonntag, 02. April 2017, 18:54 Uhr
Sind andere Schularten nun die Verlierer?

Das Bildungsministerium kündigt in einem Brief an die Beschäftigten der staatlichen Schulen zur Erklärung der Auswirkungen des Personal-entwicklungskonzepts 2025 auf die Schulen an, dass es geprüft werde, „ob durch ruhegehaltsfähige Zulagen für Lehrerinnen und Lehrer an Gemeinschaftsschulen Rahmenbedingungen für die Fortentwicklung dieser besonders zukunftsfähigen Schulart geschaffen werden kann.“

„Es wurde in der Vergangenheit immer wieder betont, dass die Thüringer Schularten gleichberechtigt in ihrer Existenz seien und dass keine Schulart bevorzugt oder benachteiligt werden soll. Das gehört nun wohl endgültig der Vergangenheit an!“, so Heike Schimke, Vorsitzende des Thüringer Philologenverbandes.
„Nachdem in der letzten Legislatur die Gemeinschaftsschulen bereits in der Versorgung mit Wochenstunden für den Unterricht deutlich besser gestellt worden sind, soll nun auch eine monetäre Bevorzugung der an Gemeinschaftsschulen tätigen Lehrkräfte gegenüber denen der anderen Schularten erfolgen. Das können wir nicht mittragen!“, so Heike Schimke weiter.

Was soll mit diesem Vorstoß erreicht werden?
Fragen über Fragen!
Geht die Bildung von Gemeinschaftsschulen dem Ministerium nicht schnell genug?
Will man den Lehrkräften über die Zulage die Bildung von Gemeinschaftsschulen „schmackhaft“ machen“?

Und vor allem:
Wie ist die geplante Zulage gerechtfertigt?
Leisten Lehrkräfte an anderen Schularten nicht Vergleichbares?


Heike Schimke ist für Stellungnahmen unter der Telefonnummer 01573 28 77 507 zu erreichen.

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