Sieg der Vernunft - die Verbeamtung kommt!

Dienstag, 28. Februar 2017, 17:00 Uhr
„Der Thüringer Philologenverband hat seit Jahren darauf verwiesen, dass die erfolgreiche Gewinnung von benötigten Nachwuchslehrkräften für den Thüringer Schuldienst maßgeblich von den Einstellungs- und Arbeitsbedingungen im Thüringer Schuldienst abhängig sein wird.“ So Heike Schimke, Vorsitzende des TPhV.

Thüringen ist keine Insel! Es hat ohne Verbeamtung einen Wettbewerbsnachteil gegenüber den Bundesländern, die diese Option bieten, was sich in den letzten Einstellungsrunden bereits deutlich zeigte.

Die zunehmend problematische Nachwuchsgewinnung führt nun zum Sieg der Vernunft. Die Verbeamtung kommt!
Der Thüringer Philologenverband begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich –vor allem auch vor dem Hintergrund, dass – wie gefordert- auch den bereits in den letzten Jahren in den Schuldienst eingestellten Lehrkräften ein Verbeamtungsangebot unterbreitet werden soll.

Dies sollte jedoch nur der erste Schritt sein. Für die Gewinnung von Nachwuchskräften werden zunehmend auch weitere Rahmenbedingungen entscheidend. Junge Lehrkräfte beurteilen vor der Wahl für ein Bundesland auch die Aufstiegsmöglichkeiten, die ihnen als berufliche Perspektive geboten werden.
In Thüringen gibt es im Lehrerbereich derzeit leider lediglich zwei
Funktionsstellen: Schulleiter und deren ständige Vertreter.
Die fehlenden beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten, vor allem in Bezug auf die Tatsache, dass Übernahme von Verantwortung sich in Thüringen finanziell bei vielen Aufgaben nicht lohnt, stellen gegenüber anderen Bundesländern ebenfalls einen Wettbewerbsnachteil dar.
Der Thüringer Philologenverband hat bereits 2015 einen Vorschlag für die Ausgestaltung eines möglichen künftigen Beförderungs- und Höhergruppierungssystems unterbreitet, der die Schaffung von Funktionsstellen an allen Thüringer Schularten durch Installierung einer mittleren Schulleitungsebene vorsieht.
Die Weiterentwicklung des Thüringer Besoldungsgesetzes steht jedoch noch aus.
Hier besteht noch dringender Handlungsbedarf!

Heike Schimke ist für Stellungnahmen unter der Telefonnummer 01573 – 28 77 507 zu erreichen.

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